Neuseeland

Hier gehts zur Bilder-Galerie

6.März Guangzhou, China (Kanton)

Nach 13 Stunden Flug inklusive kurzem und etwas nervenaufreibenden Aufenthalt in Chansha kamen wir pünktlich in Guangzhou an und wurden direkt als Weiterreisende in Empfang genommen durch einen riesigen Flughafen geführt, um dann direkt ein kostenloses Hotel und eine Metro-Karte vermittelt zu bekommen.
Einen so reibungslosen Ablauf hatte keiner von uns erwartet, es hat wunderbar funktioniert:)

20-30 min Busfahrt trennten uns dann noch von unserer warmen Dusche und einem gemütlichen Bett.

Im Moment sitzen wir in unserem Zimmer im Newcentury Hotel und warten, bis es um Ortszeit 21 Uhr wieder zurück zum Flughafen geht. Dann erwarten uns weitere 11 Stunden Flug, bis wir endlich in Auckland ankommen.

(Wir haben übrigens feststellen müssen, dass es sehr ungünstig ist, wenn tatsächlich Google gesperrt ist 😉 )

7. März Auckland, Neuseeland

Der Weiterflug nach Auckland verlief genauso gut wie der erste, nur die Einreise ins Land hat etwas länger gedauert, weil die Einreisekontrollen sehr gründlich sind.
Wir durften aber immerhin alles mitnehmen, nicht wie in China, wo mir die Feuerzeuge abgenommen wurden, wie wir später feststellen durften.
Insgesamt haben wir viel Zeit in 10 verschiedenen Warteschlangen verbracht und haben festgestellt, dass man erst lernt, was Langeweile bedeutet, wenn auf einem 11 Stunden Flug der Monitor defekt ist.
Letzten Endes sind wir aber gut bei unserem Host Anna angekommen und hatten einen lustigen Abend bevor wir gleich hundemüde ins Bett fallen 🙂

8. März Auckland, Neuseeland

Heute morgen machten wir uns auf den Weg, Auckland zu erkunden.
Wir begannen mit der Suche nach dem Hausberg Mount Eden, von dem aus wir eine wunderbare Aussicht über Auckland hatten. Danach zog es uns erst mal zum Hafen und danach in die City. Wir sahen uns die Universität, verschiedene Parks, die Art Gallery und die St. Pauls Cathedral an um später nach über 20 km zurück zu unserem Host zu kommen.
Auckland ist eine sehr große, lebhafte Stadt und man kann sehr viele schöne Ecken entdecken.
Abends nahm uns unser Host Anna mit in ihr Akrobatik Training, wo wir 3 Stunden lang interessante Hebefiguren lernten und wirklich viel Spaß hatten 🙂
Danach haben wir uns noch mit einer kleinen Gruppe des Trainings was vom Inder geholt, der trotz Stromausfall seine Gäste versorgte, und hatten dann einen entspannten Abend mit netten Menschen und gutem Curry.

9. – 12. März Far North

Das Abenteuer Road-Trip beginnt!

Wir sind morgens mit dem Bus zum Flughafen gefahren um dort unseren süßen, kleinen, blauen Daihatsu Sirion abzuholen 🙂
Die Geschwindigkeitsgrenzen werden wir damit im Leben nicht brechen, da wir es höchstens bergab über die 100 km/h schaffen.
Das schwierigste am Linksverkehr ist es übrigens nicht, auf der falschen Seite zu fahren, sondern den Blinker zu setzen. Der ist nämlich auch auf der falschen Seite! Anstatt zu blinken, schalten wir also meistens den Scheibenwischer an..
Trauriger Höhepunkt bisher beim Autofahren: ich habe einen neuseeländischen Spatz überfahren 🙁

Die schöneren Seiten: Die Landschaft ist wunderschön und die Strände sind traumhaft!
An einsamen, weiten Sandstränden mit grandioser Aussicht haben wir in etwas kühlem Wasser geplanscht und meist nicht weit davon entfernt gezeltet. Die Campingplätze sind hier schön, grün und meist wenig belegt. Erst der dritte Platz, der zu Holiday-Park gehört ist es etwas voller, was vielleicht auch daran liegt, das Wochenende ist.

Wir haben das Ende der Welt gesehen! Am Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands konnten wir sehen, wo der Pazifik und die Tasmansee aufeinander treffen und wo in der Saga der Maori die Sehlen das Land verlassen. Bei einer kleinen Wanderung zu einer kleinen verlassenen Bucht haben wir Leib und Seele aus uns geschwitzt bei schwüler Hitze um die 30°. Trotzdem war der Ausblick unbeschreiblich und jeden Tropfen wert. Den 90 Mile Beach konnten wir leider nicht sehen, weil uns die Strecke dorthin mit ihren abschreckenden Schildern etwas den Mut genommen hat.

Morgen früh fahren wir weiter nach Taupo und dann immer weiter in Richtung Süden.
Bis zum nächsten Internet-Hotspot! 😉

13. – 16. März auf zur Südinsel

In Taupo übernachteten wir auf einem schönen Campingplatz mit dazugehörendem Spa, das aus Vulkan-Quellen gespeist wird. Frisch entspannt fuhren wir am nächsten Tag weiter nach Wellington und nach einem kurzen Stadtrundgang mit Museumsbesuchen nahmen wir eine späte Fähre zur Südinsel. Spät nachts kamen wir auf einem kostenlosen Basic-Campingplatz in der Nähe von Picton an und verbrachten die restliche Nacht in der Robin Hood Bay.
Am nächsten Tag gings weiter in die Nähe von Kaikoura auf einen einsamen Campingplatz im Puhi Puhi Valley, wo wir die meiste Zeit im Zelt verbrachten, weil es ohne Unterlass geregnet hat. Aber auch das hat uns nicht davon abgehalten uns einen schönen Abend zu machen. So saßen wir bei Crackern, Streichkäse, Gummibärchen und Ingwerlimonade im trockenen Zelt und sahen uns Filme auf dem Laptop an 😉
Das Highlight des Tages war ein Spaziergang zu einem Wasserfall an der Küste, wo sich Robbenbabys im Wasserlauf tummeln. Die Süßen, kleinen Tierchen schwimmen, beziehungsweise klettern dort den Bachlauf zum kleinen Wasserfall hoch, warum weiß glaube ich niemand genau^^

Weiter gings nach Christchurch. Hier haben wir im Info Center ein Hostel gesucht und gleich gebucht und freuen uns nun über unser erstes neuseeländisches Bett. Da wir seit dem Frühstück nichts gegessen hatten, suchten wir uns erst einmal einen netten Irish Pub um dort bei Guinness und Cider Burger und Fish and Chips zu verzehren. Gesättigt und glücklich sitzen wir nun im Hostel und vertreiben uns die Zeit mit Recherche im Web und anderen Dingen.

17. März Christchurch

Heute morgen gings erst mal hoch zu Pferde 🙂
Zusammen mit 2 Tschechen, einem Hund und der Karlsruher Besitzerin des Hofes ritten wir 90 min lang auf Isländern über den Strand und durch einen Wald nahe Christchurch. Ein tolles Erlebnis!
Da Lena durch glückliche Fügung während des Ausrittes 20$ fand, gönnten wir uns auf dem Rückweg zu unserem Hostel eine große Auswahl an Obst und Gemüse an einem netten Straßenstand.

Nach unserem ersten selbst gekochten Mittagessen in Neuseeland, bestehend aus Rindersteak, Butternut-Kürbis und Erbsen, gings los in die City von Christchurch, die - zugegebenermaßen - recht klein ausfällt. Da wegen des schlimmen Erdbebens 2011 immer noch überall gebaut wird und die wenigen Sehenswürdigkeiten meist von Bauzäunen umstellt sind, fiel der Stadtrundgang auch relativ kurz aus. Dafür schlenderten wir durch mehrere kleine Souveniershops und machten mal einen auf Touristen 😉
Trotz der vielen Baustellen (in jeder Straße mindestens eine) hat Christchurch seine schönen Seiten. Vor allem entlang des Avon-Rivers findet man herrliche Ecken, an denen sich auch Enten und Gänse pudelwohl fühlen.

18. – 20. März Dunedin

Nach einer verwirrenden Ankunft in Dunedin aufgrund eines interessanten Fehlers unseres Navis fanden wir sehr schnell ein Hostel, das noch Platz für uns hatte. Im Leviatan Hotel kamen wir in einem 4er-Zimmer unter, in dem bisher schon ein Kanadier namens Nevin weilte.
Da wir wie so oft wenig zu Mittag gegessen hatten, suchten wir uns erst einmal ein nettes indisches Lokal und erfreuten uns an leckerem Curry mit Reis und Naan-Brot.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Nach der Besichtigung der St. Pauls Cathedral, der Public Art Gallery und der First Church of Otago entdeckten wir durch Zufall einen kleinen Bauernmarkt, auf dem wir uns ein Mittagessen gönnten. Danach gings weiter durch den Botanischen Garten in Richtung Norden, wo wir die Baldwin Street, die steilste Straße der Welt bewunderten, die laut dem Guinness Buch der Weltrekorde 19% Steigung aufweist.
Auf dem Rückweg besuchten wir noch das Otago Museum und deckten uns im Supermarkt für unsere bevorstehende Wanderung ein. Bei dem Versuch Cider zu kaufen, mussten wir leider feststellen, dass die Gerüchte stimmen und man in Neuseeland zum Alkohol-Einkauf den Reisepass mitführen muss. So gabs dann doch kein Cider im Zimmer.
Das war jedoch nicht weiter schlimm, da wir bei unserer Ankunft im Hotel feststellten, dass wir inzwischen einen neuen Mitbewohner hatten: Andrew aus Australien. Nach kurzem Kennenlernen kamen wir zu dem Entschluss, alle zusammen durch die Bars von Dunedin zu ziehen und so wurde letztlich ein sehr lustiger Abend daraus 🙂

Sonntags fuhren wir weiter in Richtung Süden. Aus der Hoffnung Robben, Seelöwen oder Pinguine zu sehen wurde leider nichts, dafür sahen wir sehr viel schöne Landschaft bei einem Spaziergang an den Klippen der Jack’s Bay.
An unserem südlichsten Punkt, in Waikawa, stellten wir fest, dass wir um eine Tankstelle zu finden, erst einmal wieder einen Umweg machen müssen. Generell sind Tankstellen und Rastplätze auf der Südinsel Mangelware. Nach der Nordinsel, wo man an jeder zweiten Straßenecke tanken kann, muss man sich hier schnell umgewöhnen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die wenigen Tankstellen nutzen.

Nach Ankunft in Invercargill fanden wir nach kurzer Suche ein Backpacker-Zimmer im Grand Hotel, einem früher bestimmt sehr schönen, heute eher heruntergekommenen Hotel in der sehr kleinen und fast ausgestorbenen Innenstadt. Hier nutzten wir die Privatsphäre unseres Zimmers zum großen Umpacken, weil es morgen endlich losgeht zu unserer ersten großen Wandertour.
Die Rucksäcke sind nun startklar und nach einem hoffentlich erholsamen Schlaf fahren wir morgen früh weiter nach Te Anau, wo der Kepler-Track beginnt.

20. – 24. März Kepler Track

Am Morgen machten wir uns in Invercargill erst einmal auf die Suche nach dem D.O.C. Office, das wir nach einigem Suchen und viel Nachfragen letzten Endes auch fanden. Dort buchten wir sehr kurzfristig die Hütten für den Kepler Track. Mit viel Glück bekamen wir tatsächlich die letzten freien Betten 🙂
Danach machten wir uns direkt auf den Weg nach Te Anau um dort unsere Tickets abzuholen und starteten dann gegen halb 2 zu unserem ersten Ziel, der Luxmore Hut. Es ging stetig bergauf, immer durch schönen grünen Wald mit vielen Farnen, Fliegenpilzen und anderen interessanten Pflanzen. Das Wetter war zwar trocken, die Luft jedoch extrem feucht und warm. Etwas anders, als wir uns den "kalten" Süden vorgestellt hatten.
Nach etwa vier Stunden berghoch erreichten wir bei ca. 1000 Höhenmetern die Buschgrenze und hatten einen wunderbaren Ausblick. Bis zur Hütte war es dann auch nicht mehr weit und nach fünf einhalb anstrengenden Stunden kamen wir an der Luxmore Hut an und suchten uns ein Bett im 45-Personen-Zimmer.
Der zweite Tag sollte der schönste der Wanderung werden. Nach einem weiteren Aufstieg genossen wir den grandiosen Ausblick vom Mount Luxmore und erfreuten uns an der Gesellschaft eines Kea. (Keas sind die einzigen Papageien der Welt, die in Bergregionen zu finden sind und leben ausschließlich in Neuseeland.) Von dort aus ging es immer wieder hoch, runter und über Bergkämme, immer in Begleitung der tollen Aussicht der Fjordlands.
Nach ca sechs Stunden erreichten wir die Iris Burn Hut, in der wir unsere zweite Nacht verbrachten.
Da die meisten Wanderer den Track in der selben Richtung und mit gleicher Anzahl an Übernachtungen machen, lernt man sich auf dem Weg und in den Hütten schon etwas kennen. So war dann der zweite Abend schon etwas geselliger.
Der dritte Tag führte uns stetig durch grüne Wälder. Zuerst eine lange Strecke entlang von Beech-Bäumen, einer Buchenart, die unserer Buche jedoch nicht im geringsten ähnelt. Wie von der Rangerin der Hütte vorrausgesagt, sahen wir den ganzen Tag lang "50 shades of green". Nach dem Beech-Forest, durchliefen wir Farn-Wälder und erfreuten uns an tausend verschiedenen Grüntönen und Vogelgezwitscher. Da unsere Karte leider nicht die ehrlichste war, mussten wir feststellen, dass sie uns über die Anzahl der Hügel auf diesem eigentlich flachen Weg angelogen hat. Wir hatten uns nach zwei anstrengenden bergigen Tagen eigentlich schon über einen Tag voller flacher Waldwege gefreut, wurden aber eines besseren belehrt und bezeichneten schlicht alle Erhebungen als Lüge.
Nach fünf Stunden (eine Stunde schneller, als beschrieben) kamen wir an die Moturau Hut und steckten dort erst einmal die Füße in den kalten See. Man kannte sich inzwischen schon recht gut in der Wandergemeinschaft und so verbrachten wir den Abend bei einem lustigen Kartenspiel mit sechs Leuten aus drei Ländern.
Am letzten Tag ließen wir uns morgens gemütlich Zeit und verließen schließlich als letzte die Hütte. Es dauerte jedoch nicht lange bis wir die ersten Mitwanderer überholten. Inzwischen hatte es sich schön eingeregnet, was aber nicht weiter schlimm war, nur der rutschige Boden verlangte etwas mehr Aufmerksamkeit. Vor allem der Umweg um ein abgerutschtes Wegstück war recht knifflig, da wir einen ca 100m unbefestigten, recht steilen Wegabschnitt mehr runterrutschten als gingen. Nach drei einhalb Stunden (wir hatten mit fünf gerechnet), und inzwischen zehn überholten Mitwanderern erreichten wir unser kleines, dreckiges, blaues Auto und buchten im ansässigen I-Site zwei Nächte im Lake View Holiday Park und gleich zwei weitere in Queenstown, unserem nächsten Ziel.
Im Holiday Park angekommen, wurde als erstes Wäsche sortiert und gewaschen und dann, nach vier Tagen Katzenwäsche, ausgiebig geduscht 😉
Jetzt warten wir, bis die Wäsche trocken ist und werden uns dann in der Stadt etwas zu essen suchen.

PS: nach vier Tagen voller Entbehrung sind wir jetzt wieder sauber, satt und glücklich 😉

24. – 28. März Te Anau & Queenstown

In Te Anau ließen wir es erst mal ganz locker angehen. Einen ganzen Tag lang nur rumspazieren, am Seeufer sitzen und nixtun 😉
Am 25. fuhren wir weiter nach Queenstown, checkten im vorgebuchten Holidaypark ein und sahen uns die wirklich schön gelegene Stadt an.
Die Straße zwischen Garston und Queenstown ist bisher die schönste, die wir hier fahren durften und ich glaube nicht, dass eine noch schönere Straße auf unserer Reise kommen wird 🙂
Die Stadt Queenstown ist kleiner als erwartet, liegt aber sehr schön am See und ist ein wirklich schöner, belebter Ort.
Abends entschieden wir uns dazu, eine der vielen Aktivitäten zu buchen. Unsere Wahl fiel auf hang gliding, zu deutsch: Drachenfliegen.
Da uns der Spaß insgesamt 410$ (ca 250€) gekostet hat, bekamen wir vom Campingplatz, wo wir gebucht hatten, zwei Gutscheine für jeweils 24h Wlan und einen Sixpack Bier 🙂

Am nächsten Morgen ging also das große Abenteuer fliegen los. Um 11 Uhr wurden wir am Campingplatz abgeholt und fuhren ca 20min lang bergauf. Oben angekommen wurden wir unseren Tandem-Partnern zugewiesen und bekamen eine kurze Einführung inklusive Startübungen.
Dann gings auch schon los. Der spezielle Anzug, den wir trugen wurde am Drachen befestigt und nach ein paar Schritten den Berg hinunter waren wir auch schon in der Luft!
Es war ein wunderbares Erlebnis, direkt am Berg entlang zu gleiten und in den niedrigen Bäumen die Bergziegen zu verscheuchen^^ Auch selbst lenken gehörte natürlich dazu und die Aussicht war natürlich atemberaubend!
Nach geschätzten 15 bis 20 min landeten wir auf einer Wiese und das Grinsen war kaum mehr aus dem Gesicht zu bekommen 🙂 Nicht umsonst lautet wohl der Slogan der Firma: Get the smile!

Nach der Rückfahrt zum Campingplatz spazierten wir wieder in die Stadt, gönnten uns etwas Sushi und verbrachten den Rest des Tages mit Kartenspielen.

28. – 31.3. – Wanaka – Lena hatte viel Spaß beim Wandern

Gegen 11 Uhr vormittags erreichten wir nach einer interessanten Fahrt durch die Berge den kleinen Ort Wanaka und machten uns gleich mal auf die Suche nach dem i site. Das war auch schnell gefunden und wir ließen uns dort die Übernachtungsmöglichkeiten zeigen. Da die Stadt an Ostern immer völlig überlaufen ist, vor allem alle geraden Jahre, da hier eine bekannte Flugshow stattfindet, blieben uns nur noch die Campingplätze zur Auswahl. Wir entschieden uns für einen Kiwi Holiday Park mit gratis Wlan, BBQ und Spa.
Dort machten wir direkt eine Reservierung für unser Zelt, musste jedoch noch etwas Zeit totschlagen, da wir erst ab 14 Uhr einchecken durften.
Bis dahin sahen wir uns den sehr schön gelegenen Ort Wanaka an und aßen zum ersten Mal in einem Speight's Ale House zu Mittag. Danach setzten wir uns noch etwas an den See in die Sonne zum Karten spielen.
Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, legte ich mich direkt mal hinein um etwas auszuruhen, da sich das Halsweh vom Morgen doch etwas verschlimmert hatte. Lena erkundete derzeit etwas die Gegend.
Nach einer nicht besonders erholsamen Nacht blieb ich mit einer inzwischen eindeutigen Mandelentzündung einfach im Zelt, während Lena an der Westseite des Sees entlangwanderte:

(Lenas Erfahrungen)
Bei super Wetter bin ich um ca. 12 Uhr mittags losgewandert um die Ostseite des Sees zu erkunden. Der Wanderweg ging immer schön am Seeufer entlang mit toller Aussicht, das einzige Manko war es dass man als Fußgänger den Weg mit rasant fahrenden Mountainbiker teilen muss. Mountainbiking wird ganz groß geschrieben in Wanaka, jeder Wanderweg ist gleichzeitig auch als Fahrradweg ausgezeichnet und es gibt einige Mountainbike-only Strecken. Bis um ca. halb drei am Ufer entlang bin ich dann umgekehrt und gerade rechtzeitig da es gerade leicht zu nieseln begonnen hatte. An Waterfall-Springs (einem Boot anlege Dock) ca. eine Stunde vom Ort entfernt hat es dann aus allen Kübeln gegossen. Zum Glück war eine ältere Dame, die mit ihren Hunden spazieren war, so nett mich mit in die Stadt zu nehmen. Im Ort angekommen war der Schauer auch wieder vorbei und ich habe mich langsam wieder auf den Rückweg zum Campingplatz gemacht, nur um dort angekommen wieder in die Stadt zum Honig kaufen aufzubrechen.

Die nächste Nacht war dank Antibiotika und Paracetamol etwas erträglicher und auch das Fieber hat sich auf "erhöhte Temperatur" gesenkt, trotzdem entschied ich mich, noch einen Tag mit lesen und schlafen zu verbringen. Lena ging wieder wandern:

(Lenas Erfahrungen)
Da ich am Vortag den östlichen Teil des Sees erkundet habe, machte ich mich heute auf um die andere Richtung abzulaufen. Nach längerem Spaziergang am Rand von Wanaka entlang kommt man an den Abflussarm des Sees, den Clutha Fluss, welcher eine tief türkisblaue Farbe hat. Durch die vielen Stromschnellen und der wunderschönen Aussicht ist dieser Fluss von vielen Kanufahrern besiedelt. Nach einer Weile am Fluss entlang bin ich abgebogen und durch Albert Town wieder nach Wanaka zu gelangen. Auf der Strecke ohne Wasser in der Nähe, ist einem erst bewusst geworden wie heiß dieser Tag war. In brütender Hitze auf einer Straße mit Feuergefahr "Extrem" kam ich dann nach ca. sechs Stunden wieder am Campingplatz an.

Am Abend wollten wir schließlich unser Angus Steak grillen und dazu Butternut-Kürbis backen. Es war schon ein kleines Abenteuer in der nicht besonders gut ausgestatteten Küche den Kürbis zu schneiden. Da das einzige auffindbare Messer stumpf war und einen recht wackeligen Griff hatte, versuchten wir es dann lieber mit unserem kleinen Taschenmesser. Es hat zwar etwas gedauert, aber alle Finger sind noch dran und der Kürbis ist zerteilt. In der BBQ Area standen wir vor der nächsten Herausforderung: wie funktioniert dieser Grill?
Ein solches Gerät ist uns bisher noch nie untergekommen. Der Gasgrill besteht aus einer Metallplatte, die sich zu einem kleinen Loch hin absenkt, darunter befinden sich drei Gasdüsen um das Ganze zu erhitzen. Es hat dann doch etwas gedauert, bis wir herausfanden, dass man tatsächlich ein Streichholz unter der Platte an die Düse halten muss, während man den Drehknopf bedient.
Letzten Endes hat aber doch alles geklappt und wir hatten ein wunderbares Stück Angus und leckeren Kürbis.

Morgen früh fahren wir weiter nach Franz Josef (jaaa der Ort heißt wirklich so), wo wir heute schon ein Hostel-Zimmer gebucht haben. Ich freue mich jetzt schon auf das Bett, in dem ich mich vollends erholen kann, Lena geht bestimmt wieder wandern...

1.4. – 5.4. – Franz Josef, Reefton, Nelson

Am Freitag machten wir uns auf den Weg nach Franz Josef, wo wir in einem netten Hostel mit Gletscherblick ein Zimmer reserviert hatten. Die Reservierung ist wegen nicht ersichtlichen Gründen niemals dort angekommen, jedoch war das kein Problem, da genug Betten frei waren. So hatten wir sogar Glück und bekamen zum Preis eines 6-Bett Zimmers ein 4-Bett Zimmer 🙂
Das Wetter war recht besch...eiden, also verbrachten wir die meiste Zeit im Zimmer und wagten uns nur mittags einmal raus um die zwei Straßen, die sich "Stadt" nennen zu erkunden und etwas zum Mittagessen zu suchen. Im Hostel war es aber sehr gut auszuhalten, da es viele kostenlose Extras gab, wie z. B. Gemüsesuppe, Frühstück, Wlan und ein Telefon für internationale Telefonate. Das hab ich natürlich mal komplett ausgenutzt um die halbe Familie anzurufen.
Der Ort Franz Josef war zwar sehr klein (etwa 300 Einwohner), dafür aber voller Touristen und auch voll darauf ausgerichtet. So gab es in den zwei Straßen zwei Souvenir Shops und geschätzte zehn Restaurants.
Nach zwei Nächten in gemütlichen Betten fuhren wir sonntags weiter zu einem Campingplatz bei Reefton, wo wir direkt neben einem kleinen Bach unser Zelt aufschlugen. Natürlich suchten wir erst mal nach Gold, hatten aber leider kein Glück. Nach viel, viel Regen und einem Nachmittag und einer Nacht im Zelt machten wir uns am Morgen auf den Weg nach Nelson.
Wegen eines Tipps, den wir von unserem Schweizer Kurzzeit-Mitbewohners bekamen, machten wir einen Umweg zu einem bei Sonnenschein bestimmt wunderschönen See. Beim herrschenden trüben Wetter, war nicht ganz so schön, aber der kleine Ausflug am Seeufer entlang tat doch ganz gut, nachdem wir so lange in Zimmer und Zelt verharren mussten.
In Nelson angekommen, spazierten wir erst einmal durch die Stadt, suchten uns etwas zu essen und checkten dann in unserem (dieses Mal tatsächlich) vorgebuchten Hostel ein. Hier wurden wir schon wieder upgegradet, und landeten so wieder in einem 4-Bett Zimmer zum Preis eines 6-Bett Zimmers. Das Hostel ist wirklich schön, mit Pool, Liegen, großer Küche und netten Zimmern.
Am nächsten Tag fuhren wir nach Marahau und wanderten etwa 16 km lang einen Teil vom Abel Tasman Track. Immer am Strand entlang, der wirklich schöne Muscheln beherbergte, liefen wir durch schönen, leicht tropischen Wald, begegneten bekannten Gesichtern und lustigen Vögeln.
Nach einer weiteren Nacht in Nelson geht es heute wieder mit der Fähre zur Nordinsel.

Exkurs: Autofahren in Neuseeland

Highway und Motorway sind keinesfalls mit Autobahn zu verwechseln, es gibt Kreisel, Kreuzungen, Ampeln und noch mehr Kreisel.
Beim Fahren auf einem Highway kann es schon Mal vorkommen, dass man einer Kurve mit 25 km/h empfohlener Geschwindigkeit begegnet.
Bei Straßenarbeiten wird stets die gesamte Fahrbahn gleichzeitig verbessert und der Verkehr wird von zwei freundlichen lebenden Ampeln auf die zurzeit befahrbaren Spuren verwiesen.
Was ebenso nicht unbedingt das Feeling einer Autobahn unterstützt, sind die Brifkästen, die an manchen Stellen in Reih und Gied am Highway aufgereiht sind. Die Postboten, die immer mit orangenem Blinklincht auf dem Dach fahren, haben hier in Neuseeland keinen leichten Job.
Generell ist der Neuseeländer sehr Kreisel-o-phiel, bei ca. 80 Prozent der Kreuzungen, wo mindestens drei Straßen aufeinander treffen entsteht in Neuseeland ein Kreisel, auch mal ein Quadrat-Kreisel oder Ei-Kreisel. Auch Kreisel mit der einen oder anderen Ampel kann man auf neuseeländischen Straßen antreffen.

Auf wenigen Kilometern Highway findet man 5-6 tote, überfahrene Tiere, zu 90% Opossums. Die anderen 10% sind Spatzen, Vögel, Raubvögel die beim Fressen eines anderen überfahrenen Tieres überrascht wurden...
Lebende Tiere findet man auch recht häufig auf den Highways. So sind uns bisher Kühe, viele, viele Schafe und Hühner auf der Fahrbahn begegnet.

Generell ist der neuseeländische Autofahrer nicht von Nettigkeit anderen Straßenbenutzern gegenüber geprägt. Es kann schon einmal vorkommen, dass wenn man rechts abbiegen will, man von rechts und links gleichzeitig überholt wird.
Auch der Blinker, der sich übrigens rechts neben dem Lenkrad befindet, wird von Neuseeländern entweder zu oft (beim Kreisel-fahren) oder gar nicht genutzt. Man wird recht häufig überrascht, wenn das Auto vor einem plötzlich bremst und abbiegt.
Ebenso sind die Neuseeländer, vor allem auf der Südinsel, sehr schnell mit der Hupe. Ob man nun was falsch gemacht hat oder nicht, man wir des öfteren angehupt, so wie auch Fusgänger, Lastwagen, andere Autofahrer... Meistens ist der Grund des Hupens nicht wirklich ersichtlich.
Auch die Kurven werden oft nicht besonders ernst genommen. Man muss schon gut aufpassen und immer weit links fahren, denn die Neuseeländer schneiden sehr gerne Kurven. So kommt es des öfteren vor, dass man schnell noch weiter ausweichen muss, weil ein entgegenkommendes Auto zur hälfte auf der falschen Spur ist.

Benzin wird je weiter südlicher man sich aufhält teurer, wo man in der Nähe von Auckland noch für knapp 1,60 Dollar pro Liter (manchmal mit Glück oder Gutscheinen noch billiger) getankt hat, muss man im südlichsten Süden, wenn man mit Müh und Not eine Tankstelle gefunden hat, mit über 2 Dollar rechnen.

5.4. – 14.4. – Wellington und auf nach Norden

Nachdem wir mit der Fähre gegen Abend in Wellington ankamen, bezogen wir unser Hostel und gingen noch etwas durch die Stadt und zum Strand, in der Hoffnung Pinguine zu sehen, was uns leider bisher verwehrt blieb. Auch hier hatten wir kein Glück.
Am nächsten Morgen mussten wir schon um acht Uhr unser Auto vom Parkplatz fahren, da es sonst für uns recht teuer geworden wäre. Parken in Wellington ist sowieso eine Sache für sich, da es schon schwierig ist, überhaupt einen Parkplatz zu finden und fast unmöglich einen zu finden, der auch bezahlbar ist. Hier hatten wir relativ viel Glück, da gegenüber von unserem Hostel ein Platz war, der uns über Nacht nur 5,60$ gekostet hat.
Wir suchten uns dann erst einmal einen netten Platz zum Frühstücken, in unserem Fall wegen Parkplatzmangel vor einem historischen Friedhof.

Dann ging das große Abenteuer los: die Fahrt durch Wellington.
Bisher bin ich in noch keiner Stadt Auto gefahren, die so verwirrend, voll und unübersichtlich ist wie Wellington. Jeder Fahrer macht was ihm gerade so passt und wenn man sich nicht auskennt ist man ziemlich verloren.
Irgendwie schafften wir es dann doch noch lebend und ohne Unfall durch die Stadt zu kommen und erreichten pünktlich zur Öffnungszeit die Weta Cave, das Studio, das bei vielen Filmen wie Herr der Ringe, Narnia, King Kong oder Avatar mitgewirkt hat. Hier machten wir eine sehr interessante Führung und lernten viel über Kostümbildung, Waffenherstellung und Szenenbau.
Weiter ging's danach zum Welligton Zoo. Hier konnten wir endlich den neuseeländischen Kiwi sehen und auch andere Tiere wie rote Panda, Otter, Sonnenbären, Tiger und Giraffen konnten betrachtet werden.
Von hier aus fuhren wir zu einem Campingplatz in der Nähe von Masterton, wo wir direkt an einem Fluss campierten, in dem wir erst einmal nach Gold suchten. Leider hatten wir hier kein Glück, auch wenn ich der festen Überzeugung bin, ein Goldstückchen wegschwimmen gesehen zu haben 😉

Weiter gings am nächsten Tag nach Napier, einem schönen, kleinen Ort im Art Déco Stil, der jedoch kleiner ausgefallen ist, als wir ihn uns vorgestellt hatten.
Die nächste Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in der Nähe, der schön gelegen war zwischen einem See und einer Schafsweide. Ein netter älterer Neuseeländer schenkte uns erst einmal zwei Äpfel und wir ließen den Abend bei lauen Temperaturen ausklingen.

Unser nächster Stopp war Taupo, wo wir in der Haka Lodge übernachtet haben. Der eigentliche Plan war es, hier die vier-tägige Wanderung "Northern Circuit" zu machen, was jedoch leider ausgebucht war. So wanderten wir lediglich den "Alpine Crossing" Track, der etwa 20 km lang über das Gebirge führt.
Die Wanderung machte viel Spaß, nur leider hatten wir keine besonders gute Sicht. Trotzdem kann ich einer weit verbreiteten Meinung zustimmen, dass dies einer der schönsten Wanderwege der Welt ist. Man folgt Anfangs einem sehr nach Schwefel riechenden Bach, bis man den "Devis Staircase", also frei übersetzt des Teufels Treppenhaus erklimmt. Dieser Wegabschnitt trägt den Namen nicht umsonst, hier steigt man für etwa eine Stunde steile Stufen den Berg hinauf. Nach einer weiteren Zeit bergauf erreicht man schließlich den "Red Crater", von dem wir leider nichts sahen, da wir hier etwa 20m Sicht hatten. Von hier aus geht's nun nur noch bergab. Der erste Abschnitt zu den "Emerald Lakes", zwei sehr schönen blauen Teichen in Vulkankratern, rutscht man mehr wie man geht einen sandigen Berg hinunter. Weiter geht's über eine windige Ebene und wieder etwas bergauf zum "Blue Lake" einem etwas größeren blauen Weiher und von hier aus stetig bergab, erst durch relativ kahles Gelände mit toller Aussicht, dann durch Regenwald bis man wieder unten ankommt.

Nach einer weiteren Nacht in Taupo fuhren wir weiter nach Matamata, wo wir eine Tour durch Hobbiton machten, das kleine Hobbit-Dorf, das man in den Herr der Ringe und Hobbit Trilogien sehen kann. Das unbewohnte Dörfchen liegt in der Nähe von Matamata auf dem Gelände einer Schafs- und Rinderfarm, deren Besitzer das Hobbit-Dorf unbedingt erhalten wollten, nachdem die Filme gedreht waren.
Von hier aus ging's weiter nach Waihi Beach.

Am nächsten Tag machten wir einen Tagesausflug nach Rotorua, wo wir uns das Vulkangebiet "Hells Gate" ansehen wollten. Das ließen wir dann doch ausfallen, da wir es unmöglich fanden, 37$ zu zahlen um durch die Natur zu wandern. So sahen wir uns also nur die Stadt Rotorua an, die dank einiger Quellen mitten in der Stadt sehr nach Schwefel müffelt und machten einen kleinen Ausflug zu den Okere Wasserfällen.

Danach führte uns unser Weg nach Whenuakite in der Nähe von Heihi. Hier findet man den "Hot Water Beach", einen Strand, der heiße Quellen unterm Sand besitzt, die bei Ebbe nach oben steigen. So machten wir uns also bei Ebbe auf zum Strand, mit einer Schaufel bewaffnet um uns eine Badewanne zu buddeln. Das hat auch wunderbar geklappt, vor allem als wir die schon vorgeschaufelte Wanne anderer Touristen annektiert hatten 😉
Tatsächlich steigt hier bis zu 65° heißes Wasser an die Strandoberfläche und es braucht einiges Geschick um das Wasser so zu regulieren, dass man sich nicht den Hintern verbrennt.
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zur "Cathedral Cove", einer Bucht die beherrscht wird von einem riesigen Felsdurchgang mitten auf dem leicht rosafarbenen Sandstrand. Hier wurde eine Szene des zweiten Teils der Chroniken von Narnia gedreht. Nach dieser etwa 1,5 stündigen Wanderung machten wir uns nach einem gemütlichen Mittagessen wieder auf den Weg zum Hot Water Beach. Dieses Mal wussten wir ja schon, wo wir graben müssen und kamen früh genug um uns diesen Platz zu reservieren. Letzten Endes taten wir uns mit drei weiteren Deutschen zusammen und buddelten eine Gemeinschaftswanne.

Weiter ging's am nächsten Morgen nach Coromandel, wo wir den Tag hauptsächlich am Pool in der Sonne verbrachten und abends leckere selbst gegrillte Burger verspeisten.

15.4. – 18.4. – Port Jackson & Pinnacles Track

Von Coromandel fuhren wir weiter nach Norden um nach langer Strecke über eine "Gravel Road", also eine Schotterstraße, am Port Jackson anzukommen. Port Jackson ist ein sehr schöner weiter Sandstrand am nördlichsten Punkt der Halbinsel mit einem dazugehörigen wunderschönen Campingplatz.
Hier genossen wir den letzten schönen Sommertag, machten ein Picknick in der Sonne, lagen am Strand und machten eine kleine Wanderung über die Felsen an der Küste entlang. Der zweite Tag war nicht mehr ganz so schön, hier hat man schon gemerkt, dass jetzt der Herbst beginnt. Es war bewölkt, windig und abends begann der Regen.

Der hat sich leider auch hartnäckig gehalten, als wir am nächsten Morgen zum Pinnacles Track aufbrachen.
Ein kurzes Stück hinter Thames beginnt dieser Walk, den wir komplett unvorbereitet antraten.
Obwohl der Weg nur etwa drei Stunden dauert, ist er wirklich anstrengend, da man am ersten Tag stetig bergauf geht und dabei teilweise recht große "Steinstufen" erklettern muss. Dank dem Regen, der leider immer mehr zunahm, erinnerten diese Treppen eher an einen schön angelegten Wasserlauf, denn an einen Wanderweg. Teilweise liefen wir neben dem Weg im Wasserlauf, da dieser manchmal besser zu nutzen war, oder man schlichtweg nicht mehr unterscheiden konnte, was denn nun der Weg ist.
Wir mussten mehrmals den Fluss überqueren, an dem entlang wir nach oben wanderten. Manchmal über Steine, die im Flussbett lagen, manchmal über wackelige Hängebrücken, nach denen mir meist erst einmal schwindlig war.
Drei ermüdende Stunden später kamen wir nass bis auf die Knochen an der Pinnacles Hütte an. Wir zogen erst einmal unsere nassen Sachen aus, wobei das gar nicht so einfach war, da der Weg zu den Toiletten natürlich wieder durch den Regen führte. Halbwegs warm und endlich wieder trocken kochten wir unser Mittagessen und verbrachten den Nachmittag lesend im Schlafsaal, während draußen ein Wolkenbruch nach dem anderen vom Himmel kam. Der Regen hielt an bis in die Nacht, aber immerhin war es am nächsten Morgen etwas weniger nass. Nach einem kleinen Frühstück begannen wir den Abstieg, der Gott sei Dank mit weniger Regen begleitet wurde und nach nur zwei Stunden kamen wir wieder an unserem Auto an.

In Thames checkten wir dann im Junction Hotel ein und nutzten erst einmal die erste warme Dusche seit Coromandel.
Hier werden wir ein Nacht lang bleiben um morgen weiter zu ziehen nach Manukau.

19.4. – 21.4. – Ramarama, Auckland und auf nach Hause

Da wir morgens in Thames festgestellt hatten, dass der Campingplatz in Manukau ausgebucht war, entschieden wir uns, zu einem Campingplatz nach Ramarama zu fahren. Da dort die Rezeption erst um 16.30 öffnen sollte, vertrieben wir uns die Zeit in Papakura, wo wir durch einen Park und verschiedene Geschäfte schlenderten.
In diesem Park, der von tausenden von Mücken besiedelt wurde, fanden wir die futuristischste Toilette, die wir bisher in unserem Leben gesehen hatten. Durch berühren einer Touch Fläche öffnete sich die Tür und man wurde mit einer freundlichen Stimme begrüßt und darüber aufgeklärt, dass man nun zehn Minuten Zeit habe, die Toilette zu nutzen. Würde diese Zeit ablaufen, bevor man die Toilette verlässt, würde ein Notsignal gesendet und die Tür geöffnet werden. Auch das Toilettenpapier wurde mit Hilfe einer Sensor-Oberfläche gesteuert und die Toilettenspülung wurde bei Händewaschen bzw. Türöffnen automatisch betätigt. Währenddessen spielte die ganze Zeit lang eine nette Aufzugmusik und bei Verlassen der Toilette wurde man wieder freundlcih verabschiedet.

In Ramarama feierten wir unsere letzte Nacht im Zelt und ergatterten im Free-Food Behälter eine halbe Packung Vollkorn-Toastbrot.

Weiter ging's morgens zum Flughafen nach Auckland, wo wir unser Auto zurückgaben. Nach überraschend kurzem Prüfen nach Kratzern oder ähnlichem wurden wir direkt weiter zum Shuttle geschickt, das uns zur Bushaltestelle brachte.
In Auckland angekommen, schleppten wir unser Gepäck zur Haka Lodge, wo wir leider so früh noch nicht einchecken konnten, aber immerhin hatten wir die Möglichkeit, es in einem Gepäckraum unterzustellen. So machten wir uns erst einmal auf in die Stadt um die Zeit zu vertreiben.
Wir bummelten durch Souvenir-Shops, setzten uns an den Hafen und aßen im "Wendy's" viereckige Burger zu Mittag. Nach kurzem Verweilen im Alber-Park kehrten wir zur Haka Lodge zurück, checkten ein, und machten uns einen entspannten Nachmittag im 20-Bett Schlafsaal.
Abends trafen wir uns wieder mit unserem Host Anna, bei der wir die ersten zwei Nächte in Neuseeland verbracht hatten, und besuchten mit ihr ein Kampf-Training, "Fight Club" genannt. Hier lernten wir, wie man sich verteidigen, bzw. befreien kann, wenn man auf dem Boden festgehalten wird, hatten viel Spaß und jetzt viele blaue Flecken =D
Nach gemütlichem duschen und Abendessen ging's schließlich erschöpft aber glücklich ins Bett. (Im riesigen Schlafsaal war es trotz voller Belegung erstaunlich leise)

Unseren letzten Tag in Neuseeland begannen wir mit einem langen Frühstück, da wir noch einiges an Lebensmitteln vernichten müssen^^
Danach packten wir unsere Koffer soweit zu diesem Zeitpunkt möglich und liefen zum "Auckland Domain" Park, der in der Nähe der Universität liegt. Hier verbrachten wir einige Zeit mit lesen, Karten spielen und in der Sonne liegen und spazierten später wieder zurück zur Lodge.

Nun sitzen wir auf unseren Betten und können es noch gar nicht wirklich fassen, dass unsere Zeit in Neuseeland schon vorbei ist.
Morgen früh müssen wir zeitig aus den Federn, damit wir spätestens um sieben Uhr am Flughafen sind. Die Koffer sind gepackt und Erinnerungen konserviert 😉
Wir freuen uns auch schon wieder auf zu Hause, vor allem aufs Katzen-Kuscheln und natürlich darauf, allen von unseren Abenteuern und Erlebnissen zu erzählen!

Wir haben hier tolle sieben Wochen verbracht und würden es jederzeit wieder tun!
Aber nächstes Jahr geht's wohl erst mal nach Kanada...